Stadt der Bücher

11. Oktober 2017

Frankreich ist Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2017. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron haben sie am Dienstag eröffnet.

Bonjour les livres! Am 10. Oktober haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron die Frankfurter Buchmesse 2017 gemeinsam eröffnet. Frankreich ist in diesem Jahr Ehrengast der Messe, stellt aber nicht das Land in den Mittelpunkt, sondern die französische Sprache: In 80 Ländern auf fünf Kontinenten wird schließlich Französisch gesprochen. Unter den 180 in Frankfurt erwarteten französischsprachigen Autoren sind Philippe Djian, Michel Houellebecq, Édouard Louis, Alain Mabanckou, Yasmina Reza und Leïla Slimani.

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Die Ehrengastpräsentation Frankreichs steht unter der Schirmherrschaft von Emmanuel Macron. Vor der Buchmessen-Eröffnung forderte er Studierende der Frankfurter Goethe-Universität – wie kürzlich erst Studierende der Sorbonne – auf, sich wieder stärker mit der Identität Europas zu befassen. Es sei zudem eine europäische Aufgabe, islamistischen Terrorismus zu bekämpfen. Als Gegenmittel zu Radikalisierung nannte Macron den Zugang zu Kultur und Bildung – auch über Fremdsprachen: „Jeder junge Mensch, egal, wo er geboren ist, muss Zugang zu französischer Literatur, zu Goethe und Beethoven haben.“

Ehrengast Frankreich: Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Staatspräsident Emmanuel Macron bei der Eröffnung der Frankfurter Buchmesse. Foto: Boris Roessler/dpa

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Auch Frankfurts Rathaus, der Römer, hat sich für die Buchmesse in Schale geworfen: Eine Lichtinstallation des Pariser Künstlers Patrice Warrener verwandelt ihn bis 15. Oktober in eine kunterbunte Kulisse wie aus einem Märchenbuch. Die Illumination ist ein Geschenk von Frankfurts Partnerstatt Lyon. Lichtkünstler Warrener hat bereits 100 Kirchen, Rathäuser, Theater und andere Gebäude beleuchtet, darunter die Londoner Westminster Abbey, die Opera de Lyon und den Triumphbogen in Marseille.

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Auf luftigen Holzregalen sind die Bücher im Pavillon des Ehrengast Frankreich ausgestellt. Foto: Boris Roessler/dpa

Der Deutsche Buchpreis 2017 geht an den österreichischen Autor Robert Menasse für seinen Roman „Die Hauptstadt“. Die Ehrung ist mit 25.000 Euro dotiert. Menasses Roman über die Europäische Union hat sich gegen 200 Titel durchgesetzt.

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Am letzten Buchmessetag, dem 15. Oktober 2017, wird die kanadische Schriftstellerin Margaret Atwood in der Frankfurter Paulskirche den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels erhalten. Bis Sonntag erwarten die Veranstalter der Buchmesse insgesamt 278.000 Besucher.

One Comment

on Stadt der Bücher.
  1. |

    Oh, ich wäre so gerne auch dieses Jahr wieder auf die Buchmesse gegangen…
    Bitte noch mehr darüber berichten!

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