Joëlle Boulogne | Deutschland Blog

Joëlle Boulogne

 
24. Juni 2011

37. Hamburger Ballett-Tage – Teil III

Treffen mit Alma, Gustav und Walter

Die Ballett-Werkstatt zur John Neumeiers Ballett »Purgatorio«
von Andrea C. Röber
Zu spät – die U-Bahn ist gerade weg. Ein Blick auf den Fahrplan beruhigt mich, es sind nur wenige Minuten bis zu meiner Zielstation. Sonntags fährt die Bahn nur alle 10 Minuten, aber wenn ich mich beeile, schaffe ich es gerade noch pünktlich. Ich bin gespannt: Heute findet die letzte Ballett-Werkstatt dieser Spielzeit statt: zu »Purgatorio«, John Neumeiers neuer Kreation. Und obwohl es der Morgen des Pfingstsonntags ist und mein innerer Schweinehund gern noch weiter geschlafen hätte, freue ich mich. Wie die Dame, hinter der ich aus den Tiefen der U-Bahn-Station Gänsemarkt auftauche. Sie ist ebenfalls spät dran, hat genauso wie ich schon ihr Ticket in der Hand. Damit sie schnell die Marmorstufen der Staatsoper heraufeilen kann – und ja nicht den Anfang verpasst.

Probenbesuche sind das eine. Diese Möglichkeit kann und muss ich als Mitarbeiterin der Pressestelle beim HAMBURG BALLETT nutzen – gerade wenn ich das Werk wie bei Premieren und oft bei Wiederaufnahmen noch nicht kenne. Schließlich muss ich wissen, wovon ich rede. Wenn die Phase der Bühnenproben angefangen hat und meine Zeit es zulässt, mache ich gern von der Möglichkeit Gebrauch.