Goldener Bär: „Fuocoammare“ ist der grosse Gewinner

24. Februar 2016
Goldener Bär für den Besten Film: „Fuocoammare“ von Gianfranco Rosi | Foto (Ausschnitt): © Berlinale

 

Mit der Verleihung des Goldenen Bären an Gianfranco Rosis Dokumentarfilm über Lampedusa bekräftigt die Berlinale ihre politische Ausrichtung.

 
Die italienische Insel Lampedusa ist zu einem der Hauptsymbole für die kritische Situation der Flüchtlinge in Europa geworden. Der Regisseur Gianfranco Rosi lebte für mehr als ein Jahr auf der Insel, um das tägliche Leben abzubilden und Fuocoammare zu drehen. Der Film zeigt den Alltag einiger Inselbewohner und die Situation der überwiegend afrikanischen Flüchtlinge, die die Insel erreichen, und verweist auf die vielen Todesfälle, die sich bei der Überfahrt auf dem Meer ereignen. Der Film erhielt auch die Auszeichnungen mehrerer unabhängiger Jurys: den Preis der Ökumenischen Jury, den Amnesty International Filmpreis und den Preis der Leserjury der Berliner Morgenpost.

 

Aktuelle Fragestellungen auf der Leinwand

 

Die Berlinale gilt traditionell als ein politisches Filmfestival. In diesem Jahr hat sich dieser Eindruck durch die vielen aufrüttelnden Filme, die eine harte Realität aus der Perspektive derjenigen zeigen, die sie erleben, noch deutlich verstärkt. Berichte aus Kriegsgebieten, Geschichten über Rassismus und die Schwierigkeiten von Immigranten und Flüchtlingen werden in Dokumentar- und Spielfilmen aufgegriffen.

 

Preise für Südamerika

 

Auch einige Produktionen aus Chile und Argentinien wurden in Berlin mit Preisen bedacht. Den Sonderpreis der Jury des Teddy Awards, der schwul-lesbischen und Transgenderthemen gewidmet ist, erhält der Film Nunca vas a estar solo (You’ll Never Be Alone) von Alex Anwandter, der von der Wiederannäherung eines Vaters an seinen Sohn erzählt, nachdem dieser einen brutalen, homophob motivierten Angriff erlitten hat. Den Großen Preis der Internationalen Jury und eine lobende Erwähnung der Jugendjury erhielt Las Plantas (Plants), der im Wettbewerb Generation 14plus lief. Die chilenisch-argentinische Koproduktion Rara gewann den Großen Preis der Internationalen Jury im Wettbewerb Kplus. Außerdem gewann im selben Wettbewerb der argentinische Kurzfilm El inicio de Fabrizio (Fabrizio’s Initiation) den Gläsernen Bären der Kinderjury.

 

This blog post was originally published here and was republished with permission from Goethe-Institut.

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